Versicherung
Informationen zu wichtigen Versicherungen
Für private Versicherungen werden in Deutschland jährlich von über 150 Milliarden ausgegeben. Pro Mensch sind das durchschnittlich rund 1,960 Euro. Trotz dieser Zahl sind sie dafür nicht besonders gut versichert. So haben etwa drei Viertel aller Haushalte keine Berufsunfähigkeitsversicherung und sind damit gegen ein existenzielles Risiko nicht geschützt.
Allenfalls 10 Prozent der Berechtigten haben eine Riester Rente, obwohl es sich dabei um eine sehr lukrative Form der Altersvorsorge und Geldanlage handelt. Andererseits haben sich die Menschen, die in Deutschland wohnen, rund 75 Millionen Mal für private Renten- oder Kapitallebensversicherungen entschieden, die so unflexibel und teuer ist, dass mehr als die Hälfte der Kunden ihren Vertrag nicht durchhält und vorzeit mit Verlusten kündigt. Jeder zweite Haushalt hat eine Rechtsschutzversicherung, aber jeder dritte verzichtet auf die existenziell wichtige Haftpflichtversicherung. Welche Versicherungen Sie wirklich brauchen und besonders, wie Sie den Versicherungsschutz an Ihre Lebenssituationen anpassen, damit er optimal sitzt, erfahren Sie auf dieser Webseite. Große Firmen geben mehrere zehntausend Euro jährlich für Versicherungen aus. Sie sind daher beim Abschluss immer vorsichtiger und betreiben Risikomanagement.
Das bedeutet, sie schützen sich zuerst gegen die teuren Schäden. Denn die können dem Betrieb am gefährlichsten werden. Mittlere Schäden werden dagegen nach und nach und Kleinschäden gar nicht versichert. Private Haushalte gehen den Risikoschutz weniger systematisch an. Sie schließen Versicherungen meistens nacheinander und ungeplant ab. Die Folge: Man zahlt oft nur für einen Risikoschutz, der wenig Nutzen bringt.
Die wichtigsten Versicherungen im Überblick
Je größer der mögliche Schaden, desto wichtiger der Risikoschutz. Einzelhaushalte und Familien sollten sich daher auf zwei grundlegende Risikolagen einstellen: Vermögensschaden nach Haftpflichtansprüchen sowie der Ausfall der Familieneinnahmen durch Unfall oder Krankheit. Die wichtigsten Versicherungen für den Haushalt sind:
Haftpflichtversicherung: Das Risiko, für Schadenersatzansprüche aus gesetzlicher Haftpflicht gerade zu müssen, lässt sich finanziell nicht übersehen. Denn grundsätzlich haftet jeder ohne Limit.
Risikolebensversicherung: Die junge Familie, die gerade gebaut hat, muss für den Fall, dass die Einnahmen des Hauptverdieners immer ausfällt, langfristig abgesichert werden.
Berufsunfähigkeitsversicherung: Besonders bei Berufsanfängern kann ein Unfall oder eine Krankheit das ganze Leben auch finanziell zerstören.
Gebäudebrandversicherung: In einigen Bundesländern ist es für den Hausbesitzer sogar Pflicht, eine Feuerversicherung abzuschließen.
Rechtsschutz-, Hausrat- und Kaskoversicherungen sind nicht so wichtig. Zwar können die Ausgaben für den Ersatz des Hausrates nach einem Wohnungsbrand teuer werden. Auch der Diebstahl des PKWs reißt ein größeres Loch ins Haushaltsgeld. Doch zur finanziellen Notlage führen beides nicht.
Versicherungen für Kinder
Kinder benötigen eine eigene Kinderunfallversicherung. Während ihres Aufenthaltes im Kindergarten sind Kinder gesetzlich unfallversichert. Dieser Versicherungsschutz gilt auch für den Hin- und Rückweg. Die Beiträge werden vom Staat übernommen. Eingebunden in diese gesetzliche Unfallversicherung sind auch Studenten und Schüler. Allerdings zahlt die gesetzliche Unfallversicherung nicht für die Freizeitunfällen. Diese können nur durch eine private Unfallversicherung abgedeckt werden. Die Vorsorge bei Kindern lohnt sich auf jeden Fall. Eine Kinderunfallversicherung mit einer Versicherungssumme von rund 100.000 Euro bei Vollinvalidität gibt es schon für einen monatlichen Beitrag von ca. 5 Euro.
Eine eigene Krankenversicherung brauchen Kinder nur dann, wenn beide Eltern oder der Hauptverdiener der Familie privat krankenversichert sind. Mitglieder einer gesetzlichen Krankenversicherung können ihre Kinder kostenfrei mitversichern. Mitversichert sind Kinder auch bei der Privathaftpflicht der Eltern. Bei der Private Krankenversicherung gibt es diese Möglichkeit nicht.
Versicherungen für Studenten und Auszubildende
Auszubildende und Studenten sind in der Haftpflichtversicherung der Eltern mitversichert, bis sie heiraten oder als Volljährig eine Berufsausbildung abschließen. In der Krankenkasse der Eltern sind Studenten bis zum 25. Lebensjahr mitversichert, nach Wehr- oder Zivildienst sogar noch länger. Eine eigene Unfallversicherung ist sehr sinvoll.
Versicherungen für Single und junge Paar
Wer berufstätig ist, sollte also auf jeden Fall eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen. Am billigsten ist diese zusammen mit einer Risikolebensversicherung zu haben. Da die Höhe der gesetzlichen Berufsunfähigkeitsversicherung ohnehin lediglich 25 Prozent des zuvor bezogenen Bruttolohnes beträgt, ist für jeden eine zusätzliche private BU wichtig.
Wichtig ist auch der Abschluss einer privaten Haftpflichtversicherung. Sie zahlt, wenn Sie jemanden eine Schaden zufügen. Nicht so wichtig ist eine Hausratversicherung. Singles mit höherem Verdienst sollten in die private Krankenversicherung wechseln, wenn sie langfristig keine Familie gründen wollen. Auch die Altersvorsorge ist sehr wichtig. Zur Auswahl stehen eine private Rentenversicherung und eine Kapitallebensversicherung.
Versicherungen für junge Familien und Alleinerziehende
Wichtig ist eine günstige Risikolebensversicherung für den Fall, dass der Hauptverdiener der Familie stirbt. Je nach Tätigkeit und Ausbildung sollte sie mit einer Zusatzversicherung für den Fall der Berufsunfähigkeit kombiniert werden. Hausfrauen und sollten eine Unfallversicherung für sich und ihre Kinder abschließen.
Info: Brillen können häufig zum Teil versichert werden. Auch
Kontaktlinsen
sind eine ideale Alternative.
(Quelle: humboldt)